Wir waren heute beim Edelmetallhändler, um meine Krügerand Goldmünze zu verkaufen. Doch bevor wir losgegangen sind, erkundigten wir uns nach dem aktuellem Goldpreis im Internet. Als wir dann dort waren, wollte uns der raffgierige Händler nur 400 Euro geben, weil er meinte, er würde die Münze einschmelzen, sodass für ihn nur noch der Feingoldanteil wichtig wäre. Doch wir hatten heute im Internet gesehen, dass ein Krügerand 450 Euro wert war. Also beschlossen wir, zu dem Goldhändler am Bahnhof Zoo zu fahren und sie dort zu verkaufen. Tatsächlich gaben sie uns dort 50 Euro mehr, und wir waren froh, nicht auf das Angebot beim Edelmetallhändler reingefallen zu sein, denn der verkauft die Münzen sicherlich auch weiter.
Nachdem wir beschlossen hatten, uns nicht vom Edelmetallhändler bescheissen zu lassen, waren wir noch bei einer Steinhändlerin, die ihr Geschäft direkt nebenan hatte. Meine Chefin kaufte einige Steine für ihre Kundenarbeiten. Besonders gut gefiel mir ein Bergkristall, der einen sehr ausgefallenen Schliff hatte. Die Unterseite des kreisförmigen Kristalls war sternartig graviert, während die gewölbte Oberseite im Schachbrettmuster facettiert war. Es ergab einen sehr eigenartigen Effekt. Der Preis war laut meiner Chefin maßlos übertrieben, denn 88 Euro für einen Stein mit einem reinen Materialwert von höchstens 50 Cent wäre trotz außergewöhnlicher Gravur nicht zu vertreten. Ich beschloß, meine erfolgreichen Geschäfte mit einem Besuch bei McDonalds zu feiern und war danach zu faul, noch zwei Schubladen zu ordnen. Das ist der sogenannte McDonalds Effekt.
Meine Chefin hat mir angedroht, dass ab morgen andere Seiten aufgezogen werden!